Aktuelle Informationen

Tagestörn auf der ROALD AMUNDSEN

Für Schnellentschlossene – Tagestörn auf der ROALD AMUNDSEN

Anläßlich der Kieler Woche bietet die Brigg ROALD AMUNDSEN den Mitgliedern von Tall-Ship Friends Deutschland e.V. einen Tagestörn zu Sonderkonditionen an. Am Dienstag den 20. Juni geht es um 12.00 Uhr los und die Rückkehr ist für 17.00 Uhr vorgesehen. Segelrevier ist die Kieler Förde, inmitten einer Vielzahl weiterer Segelschiffe. Es gibt ein Mittagessen und zum Abschluss Kaffee und Kuchen. Die Kosten belaufen sich auf 49,- € (incl. Essen).
Anmeldung bei Vera auf der Geschäftsstelle von TSFD e.V., Tel.: 040/94790418 oder per e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Anmeldung muss bis zum 12.6.2017 erfolgen.

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
02. Juni 2017


Jahreshauptversammlung 2017

ERINNERUNG
TSFD Jahreshauptversammlung in Kiel

Ein Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder von Tall-Ship Friends Deutschland e.V. um das Geschehen im Verein zu reflektieren und eventuell neu zu gestalten. Der Jahresbericht und der Finanzbericht werden vorgelegt und Wahlen durchgeführt. In diesem Jahr wird der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gewählt. All das geschieht am Samstag den 13. Mai 2017 von 14.30 bis ca. 18.00 Uhr in der Lobby von Sartori & Berger in Kiel, Wall 47-51 (Altstadt, Hafen). Am Abend gibt es es ein gemeinsames Abendessen in der Seebar, Kiellinie 130 und am Sonntag einen Tagestörn auf der ROALD AMUNDSEN. Bitte meldet Euch unbedingt bei der Geschäftsstelle an, damit wir entsprechend planen können. Weitere Informationen, auch für Übernachtungen, finden sich in der Tsnews99 und TSnews 100. Anmeldungen an: Geschäftsstelle TSFD e.V., Vera Mehlfeld-Merten, Tel.: 040/94790418 oder per e-mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
09. April 2017


Tod einer Kadettin

Tod einer Kadettin

In der Nacht des 4.9.2008, 24 Stunden vor ihrem 19. Geburtstag, ging Jenny Böken unter bisher noch immer ungeklärten Ursachen, vor Norderney, über Bord des Segelschulschiffes GORCH FOCK II. Die Leiche der jungen Frau wurde erst 11 Tage später nahe Helgoland gefunden. Die Kieler Staatsanwaltshaft sprach von einem tragischen Unglück. Die schwierige Geschichte wird im ersten Fernsehprogramm am Mittwoch den 5. April 2017 gleich zweifach dargestellt.
Um 20.15 in dem Spielfilm „Tod einer Kadettin“ von dem Regisseur Raymund Ley mit der überzeugenden Maria Dragus als Lilly Borchert. Der Name Jenny Böken taucht nicht auf und das Schiff trägt den Namen „Segelschulschiff Johann Kinau“. Die Segelaufnahmen entstanden auf der DAR MLODIEZY. Es geht um das Zusammenleben von Frauen und Männern an Bord, um Anspruch und Wirklichkeit der Ausbildung von weiblichen und männlichen Kadetten und um einen latenten Sexismus, der nicht selten in Mobbing umschlägt. Die Marine war bei den Dreharbeiten wenig kooperativ, so der Regisseur.
Im Anschluß gibt es dann um 21.45 Uhr eine Dokumentation zu den Ereignissen unter dem Titel: Der Fall GORCH FOCK – Die Geschichte der Jenny Böken. Die Reportage von Jan Lerch, Hannah und Raymond Ley erzählt vom Schicksal der jungen Jenny Böken und ihrer Familie. Sie versucht eine Klärung des Geschehens in der tragischen Nacht und will wissen warum sich die Marine so zugeknöpft gibt. Die Aussagen der Kadetten und Offiziere, Jennys Tagebuch, Archivunterlagen und die Schilderungen der Familie, ehemaliger Lehrer und Freunde ergeben das Bild einer jungen Frau voll Enthusiasmus und Idealismus.
Fotos: ARD / UFA GmbH

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
18. März 2017


Vereinstörn 2017

Vereinstörn 2017 auf der GREIF

In diesem Jahr ist die GREIF (ex WILHELM PIECK) das ausgewählte Schiff für unseren Vereins-Segeltörn und zwar auf der Route Greifswald – Helsingör/DK – Greifswald. Am 28. September 2017 geht es ab 18.00 Uhr in Greifswald an Bord und am 3. Oktober verlassen wir das Schiff bis 12.00 Uhr. Die Brigantine, oder auch Schonerbrigg, wurde in der TSnews 98 ausführlich vorgestellt, daher hier eine Kurzform: Baujahr 1951, Länge 41 m, Breite 7,60 m, 15 Segel mit 570 m² Fläche an zwei Masten, Diesel mit 233 PS, Etagenkojen in Mehrbettkammern und einige Hängematten. Mitarbeit ist selbstverständlich und das Essen gut. Der Preis beträgt für TSF-Jugend (bis 25 Jahre) 341,- Euro und für TSF-Erwachsene über 25 Jahre 440,- Euro. Eine schnelle Anmeldung sichert einen der 21 Plätze. Von der Hansestadt Greifswald, mit seinen knapp 60.000 Einwohnern, geht es um Rügen, in die südliche Ostsee und dann in den Öresund, bis zu der Stelle an der man mit der rechten Hand Schweden und mit der linken Hand Dänemark berühren kann, mit dem grandiosen Blick auf das Schloss Kronborg in Helsingör. In Helsingör (rund 47.000 Einwohner) besteht die Möglichkeit zum Landgang und dabei sollte man die Gelegenheit nutzen das Schloss Kronborg (seit 2000 Weltkulturerbe), die Kulturwerft und den Kulturhafen oder eine der vielen anderen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Von Helsingör geht es dann zurück nach Greifswald. Dass Wetterverhältnisse die Pläne verändern können ist ja jedem Tall-Ship Friend geläufig. Eine schnelle Anmeldung sichert einen Platz für diesen interessanten Törn auf einem interessanten Schiff.

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
05. Januar 2017


Peter Tamm

Peter Tamm ist verstorben

Am Donnerstag, 29.12.2016, verstarb der Verleger und Museumsstifter Peter Tamm im Alter von 88 Jahren in Hamburg. Er stammt aus einer der ältesten Seefahrerfamilien Hamburgs und die Prägung des Elternhauses ließ ihn ein Leben lang nicht los. Seinen kurzen Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg leistete er auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK. Um sein Studium zu finanzieren arbeitete er ab 1948 beim „Hamburger Abendblatt“, einer Neuerscheinung des Axel Springer Verlages. Er wechselte dann nach zehn Jahren von der Redaktion ins Verlagsgeschäft, ging nach Berlin und wurde Vorstandschef der Axel Springer AG. Er baute den Konzern zum führenden Zeitungsimperium in Deutschland aus. Nach Querelen im Verlag nahm er 1991 seinen Abschied und der Hamburger Bürgermeister Voscherau schrieb ihm „Die Gewissheit, das Haus gut bestellt zu haben, gibt Ihnen das Recht, Ihr Lebensschiff nun in ruhiges Fahrwasser zu lenken“. Nun arbeitete der Ex-Manager an seinem Lebenstraum; ein Museum für seine gigantische maritime Sammlung. Im Jahre 2008 eröffnete das Internationale Maritime Museum in einem historischen Speichergebäude. Die Stadt Hamburg stellte das Gebäude zur Verfügung und investierte 30 Millionen Euro in die Stiftung. Peter Tamm stiftete seine einzigartige Sammlung mit Tausenden Schiffsmodellen, Gemälden, historischen Dokumenten und Navigationsinstrumenten. Der Erfolg gab Peter Tamm recht; so kamen im Jahre 2015 rund 110.000 Besucher in das Museum. Peter Tamm war 58 Jahre mit Ehefrau Ursula verheiratet, lebte in einer Villa an der Elbchausse, hatte fünf Kinder und acht Enkel.
Immer wieder erkundigte er sich in Stralsund nach „seinem Schiff“ und spendete für den Erhalt der GORCH FOCK I.

Norbert Thomé
30. Dezember 2016


Traditionssegler
Sind solche Bilder bald Vergangenheit?

Droht das AUS für Traditions-Schiffe?

Der Regulierungswille von Verkehrsminister Alexander Dobrindt scheint ungebrochen. Nun kommt aus seinem Ministerium eine Verordnung die den Traditionsschiffen (und damit auch den Segelschiffen) das Leben noch schwerer machen wird. Es handelt sich um einen „Entwurf der Verordnung zur Änderung schiffssicherheitsrechtlicher Vorschriften über Bau und Ausrüstung von Traditionsschiffen und anderen Schiffen, die nicht internationalen Schiffssicherheitsregelungen unterliegen“ und diese Regelungen sollen schon am 1. Januar 2017 in Kraft treten.
Die Sicherheit der Mitsegler an Bord der Traditionsschiffe ist eine wesentliche Grundlage für unsere Unterstützung der Schiffe. Die Unfallzahlen der zurückliegenden Jahre zeigen, dass diese Forderungen ernst genommen werden. In der Zeit von 2002 bis 2015, also in 14 Jahren, gab es in der Flotte der 110 in Deutschland zugelassenen Traditionsschiffe nur 109 Unfälle, bei denen lediglich 7 Personen leicht verletzt wurden.
Seit Jahren verhandelt das Ministerium mit den verschiedenen Verbänden und die bisherigen Gespräche ließen die Erwartung zu, dass die Besonderheiten von Traditionsschiffen in der Neuregelung berücksichtigt würden. Was nun vorgelegt wurde „haut die Betreiber der deutschen Museumsflotte jedoch glattweg um“, so die Zeitschrift Yacht und weiter „...wenn der Entwurf in Kraft treten würde, bedeute dies das Aus für einen Großteil der Schiffe.“
Betroffene Verbände und Organisationen haben zwischenzeitlich reagiert und entsprechende Stellungnahmen an das Ministerium gerichtet. So u.a. die GSHW (Gemeinsame Kommission für historische Wasserfahrzeuge e.V.) und die GSTU (German Sail Training Union e.V.), zu deren Mitgliedern auch Tall-Ship Friends Deutschland e.V. gehört. Die ausführlichen Stellungnahmen sind unter www.gshw.de nachzulesen.

Norbert Thomé
23. Oktober 2016


wims

Wo ist „mein“ Schiff?

Diese Frage stellt sich den Freunden der Großsegler häufig; sei es dass man die Position seines „Lieblingsschiffes“ erfahren möchte, wissen möchte wo sich das Schiff befindet auf dem man den nächsten Törn gebucht hat oder aus einem anderen Grund. Es gibt eine Reihe von Internetseiten, die hierauf Antworten geben und man findet dort Informationen über alle Schiffe die mit einer AIS-Anlage (Automatic Identification System) ausgerüstet sind. AIS ist für alle Schiffe über 300 BRZ (Bruttoraumzahl) vorgeschrieben. Aber auch Schiffe die länger als 20 m sind oder mehr als 50 Passagiere an Bord haben unterliegen dieser Verpflichtung. Die Webseiten zeigen Position, Geschwindigkeit, Kurs, Zielhafen des gewünschten Schiffes an, geben Informationen zum Schiff mit Fotos und technischen Daten und vieles mehr. Die einzelnen Schiffstypen sind mit unterschiedlichen Farben auf den Seekarten dargestellt. Segelschiffe sind z.B. als Pfeile in lila zu erkennen. Die Nutzung der Seiten ist kostenlos, es sei denn man will sehr differenzierte Details abfragen. Wer auch unterwegs ständig auf dem neuesten Stand sein will, der kann für einige Euro eine App für das Smartphone laden. Hier nun die Adressen:
www.vesselfinder.com
www.vesseltracker.com
www.marinetraffic.com

Norbert Thomé
14. Juli 2016


Gruppenmitgliedschaften

Ab sofort können Schulen, Organisationen, Vereine, juristische Personen usw. Mitglied bei Tall-Ship Friends Deutschland e.V. werden. Dadurch ist auch diesem Kreis interessierter Vereinigungen die Möglichkeit gegeben die Ziele von TSFD e.V. finanziell und ideell zu unterstützen, und so zum Erhalt der alten Großsegler beizutragen, Jugendarbeit zu fördern und internationale Begegnungen zu verstärken. Angehörige dieser Institutionen können selbstverständlich auch unbegrenzt zu den Konditionen auf unseren Schiffen segeln, die für Einzelmitglieder gelten. Dies dürfte mit einiger Sicherheit für Schulen, Sportvereine usw. von Interesse und Bedeutung sein. Darüber hinaus erhalten diese Mitglieder jeweils vier Ausgaben des vierteljährlich erscheinenden Vereinsmagazins.
Bei Abstimmungen im Rahmen von Mitgliederversammlungen hat die jeweilige Gruppe eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der erschienenen Gruppenmitglieder.
Der Jahresmitgliedsbeitrag für Gruppenmitgliedschaften (Vereine, juristische Personen, Organisationen usw.) beträgt 180,- Euro.
Nun sind unsere Mitglieder gefordert Gruppenmitgliedschaften zu werben. Für jede neue Gruppenmitgliedschaft gibt es als „Dankeschön“ einen Segeltag auf einem Segelschiff aus unserem Programm.

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
25. Mai 2015


SEDOV-Kapitän verstorben

Maxim Nikolayevich Rodionov

 

Albatros

Ich bin der Albatros,
der am Ende der Welt auf dich wartet.
Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute,
die Kap Hoorn ansteuerten von allen Meeren der Erde.
Aber sie sind nicht gestorben im Toben der Wellen,
denn heute fliegen sie auf meinen Flügeln in die Ewigkeit,
mit dem letzten Aufbrausen der antarktischen Winde.
Sara Vial, chilenische Dichterin

Maxim Nikolayevich Rodionov wurde am 19. Juni 1964 als Sohn eines U-Boot Fahrers geboren und starb am 23. November 2014 an den Folgen eines Herzinfarktes in einer Kaliningrader Klinik. Die SEDOV hatte einen Werftaufenthalt in Svetly (am Frischen Haff, Region Kaliningrad) und Kapitän Rodionov begleitete die Arbeiten. Der Leichnam wurde am 25. November auf der SEDOV aufgebahrt, um der Besatzung der SEDOV und den Besatzungen der MIR und KRUZENSHTERN, die sich ebenfalls in der Werft befanden, Gelegenheit zu geben sich von ihm zu verabschieden. Am 26. November fand eine Trauerfeier im Saal des St. Petersburger Krematoriums statt und am 1. Dezember die Urnenbestattung.
Nach der Schulzeit besuchte Maxim Rodionov als Kadett die Marine-Universität. Nach dem Studium fuhr er als Leutnant auf einem in Polarnyj (bei Murmansk) stationierten U-Boot. Er bewährte sich unter und über Wasser und wurde bald zum Korvettenkapitän befördert. Zwischenzeitlich hatte er geheiratet und wurde Vater eines Sohnes. Die junge Familie lebte damals in Leningrad. Durch die langen Abwesenheitszeiten von der Familie trug er sich mit dem Gedanken eine Tätigkeit an Land zu übernehmen. Dazu kam es dann 1990; er übernahm ein Lehramt an der Marine-Universität in Leningrad. Nach Auflösung der Sowjetunion hieß die Stadt wieder St. Petersburg. Die See ließ ihn jedoch nicht los und so ging er 1992 als einfacher Matrose auf die MIR. An Deck, inmitten der vielen Taue des laufenden und stehenden Gutes wurde dem erfahrenen U-Boot-Offizier klar, dass er wieder ganz neu anfangen musste. Nach sieben Jahren der Ausbildung fuhr er dann als Offizier auf der MIR und ab 2006 auf der SEDOV. Dort wurde er bald Kapitän. Höhepunkt seiner Karriere war sicherlich die Weltumsegelung 2012/2013 mit den Umrundungen von Kap Hoorn und dem Kap der Guten Hoffnung.
Tall-Ship Friends trauern mit der Familie und erinnern sich voller Achtung an Maxim Rodionov.

Norbert Thomé
Vorsitzender TSFD e.V.
Dezember 2014